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als Vorlage dienten die Gerichtsakten v.
1749 von Mühldorf / Inn.
Zur Mühldorfer
Geschichte der Marie Pauer..
Im Jahre 1749 wird Marie Pauer „in puncto
Magiae“ in Mühldorf angeklagt, für schuldig befunden und als Hexe in Salzburg
hingerichtet. Seit dieser Zeit ist die Erinnerung an dieses junge Mädchen in
Mühldorf wach geblieben. Es wurde über sie geschrieben, es gab Versuche, sie in
einem Theaterstück wieder aufleben zu lassen. Seit einigen Jahren werden
regelmäßig Führungen in die „Keuchn“, ihr Verließ, organisiert. Anlässlich ihres
250-ten Todesjahres richtete die Stadt Mühldorf eine sehr interessante
Ausstellung zum Thema „Hex’“ aus.
…„Sie is a Hex, sie is a Hex“ - die
Mühldorfer rufen es im Januar des Jahres 1749. Zu dieser Zeit hallt dieser
Schrei schon seit drei Jahrhunderten durch Europa, mal leiser, mal lauter, aber
immer hysterisch. - Es waren weise Frauen, Außenseiter und viele Kinder, die
auf den Scheiterhaufen der Bigotterie brannten. Die 16-jährige Maria Pauer aus
Neumarkt-Sankt Veit war eines der letzten Mädchen im süddeutschen Raum, dem der
Prozess gemacht wurde.
In Salzburg wurde sie zum Tode mit dem
Schwert und Feuer verurteilt. Am 10.Oktober 1750 richtete man sie hin und
verbrannte sie auf dem Scheiterhaufen. Man hatte sie beschuldigt, mit der Hilfe
des Teufels im Haus ihrer Herrschaft - des Höllschmied Altinger in der
Katharinenvorstadt - Gegenstände wie Mauerbrocken, Hämmer, Eicheln und Knochen
geworfen zu haben.
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