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Am
Samstag, dem 18. Oktober 2008 feierte der Kulturschupp´n Mühldorf e.V.
mit allen Mitwirkenden und einem Großteil seiner derzeit 68 Mitglieder
den Abschluss des diesjährigen Sommertheaters „Samma bairisch – samma
glücklich“, sowie sein
15-jähriges Bestehen.
Im
Pfarrsaal von St. Pius begrüßte 1. Bürgermeister Günther Knoblauch die
Anwesenden, darunter auch Kulturreferent Rainer Schratt mit seiner
Gattin Hedy und würdigte die Aktivitäten des Vereins. Besonders hob er
die Auseinandersetzung des Kulturschupp´n mit der Geschichte der Stadt
Mühldorf hervor. Die beiden Stücke „Die Mühldorfer Hex“ und „Samma
bairisch – samma glücklich“ haben seit dem Jahr 2006 einige Tausend
Zuschauer aus Mühldorf und aus Nah und Fern in den Haberkasten-Innenhof
gebracht. Was das Publikum zu sehen bekam, war eine besondere und neue
Art und Weise, sich mit Geschichte auseinanderzusetzen und diese
verständlich zu vermitteln.
Die
Stadt Salzburg, so der Bürgermeister, ist weiterhin an einer Aufführung
der „Mühldorfer Hex“ in Salzburg interessiert und steht derzeit in
Verhandlungen mit der Stadt Mühldorf, wie auch mit dem Verein.
Im
Rahmen der Feierlichkeiten bekamen die Anwesenden, darunter auch Gäste
des Vereins vom FITZ e.V. (Festival im Theaterzelt e.V.) aus Altötting,
einen Einblick nicht nur in die derzeitigen Aktivitäten, sondern auch in
die Produktionen der vergangenen 15 Jahre.
Die
Theaterjugend präsentierte die ersten Eindrücke ihres derzeitigen
Workshops unter Christopher Luber: Im Augenblick wird mit dem Stoff der
griechischen Sage um Orpheus und Eurydike gearbeitet, mit viel Musik
werden die Ergebnisse 2009 auf der Bühne zu sehen sein.
Auf
amüsante Weise ließen Ernst Müller, Georg Mittermaier, Claus Köhler,
Hans Dworzak und Magdalena Eckmans die 15 Jahre Kulturschupp´n Revue
passieren.
Seit
1993 kamen auf der Bühne des Stadtsaals, und später des Haberkasten
unter anderem zur Aufführung: „Papa, so nicht“, „Der Schrittmacher“,
„Die Grattler Oper“, „Die Dreigroschenoper“, „Robin Hood“, „Aladin“,
„Das Dschungelbuch“, „Der nackte Wahnsinn“, „Anatevka“, um nur einige
der gut 20 Stücke zu nennen.
Mit
„Der zerbrochene Krug“, „Don Quixote“, „Figaro“, „Alice im Wunderland“,
„Mörder mögens süß“ und eben den historischen Darstellungen über die
Mühldorfer Hex und die tragische Geschichte um den Landrichter Simon
Ruland sind für die heutigen Aktiven etliche Anekdoten und Erinnerungen
verbunden, die die Anwesenden sichtlich begeisterten.
Zwei
Gründungsmitglieder des Vereins, Marille und Sepp Bernhart, wurden mit
einem Geschenk für ihre Treue und ihr langjähriges Engagement besonders
geehrt.
Zuletzt ergriff
Regisseur Christopher Luber das Wort. Er machte sich in einer
populär-wissenschaftlichen Abhandlung Gedanken über die „Schuppentiere“
des Theatervereins Kulturschupp´n. Mit „Samma bairisch – samma
glücklich“ führt er hier bereits zum sechsten Mal Regie, und Silvia
Menzel und er sind die Verfasser der beiden historischen Stücke des
Vereins – ein weiterer Grund, ihn auch anlässlich seines „runden“
Geburtstags hochleben zu lassen. |